Unser Konzept für individuelle Förderung

Unser Konzept für individuelle Förderung, auch im gemeinsamen Unterricht (Inklusion/DAZ)

Grundlagen

Individuelle Förderung bedeutet mit Vielfältigkeit umgehen, da jede Schülerin und jeder Schüler anders und einzigartig ist.

Fingerabdruck

 

Das neue Schulgesetz NRW räumt allen Kindern ein Recht auf individuelle Förderung ein. Für uns als Schule heißt dies, dass wir eine Förderkultur aufbauen müssen, die jede einzelne Schülerin/jeden einzelnen Schüler im Blick hat, nicht nur die leistungsschwachen und die besonders begabten, sondern auch die Schülerinnen und Schüler im eher unauffälligen Leistungsmittelfeld.

Ein individuelles Förderkonzept ist nicht allein über Maßnahmen der äußeren und inneren Differenzierung zu erreichen. Uns ist wichtig, Förderung als Teil einer systematischen Schulentwicklung zu verstehen (vgl. Teil 2 / Kapitel V: Entwicklungsziele / Arbeitspläne).

Außerdem bringt die individuelle Förderung veränderte Anforderungen an die Lehrerinnen und Lehrer mit sich und ist damit Teil des schulischen Fortbildungskonzeptes (vgl. Teil 2 /  Kapitel VI: Fortbildungsplanung).

Gleichzeitig verstehen wir individuelle Förderung als einen fortwährenden Entwicklungsprozess, bei dem die Stärkung der vier schulischen Kompetenzbereiche

 

  • fachliche Kompetenz
  • methodische Kompetenz
  • soziale Kompetenz
  • Selbstkompetenz

 

im Vordergrund steht und diese Bereiche sich wechselseitig bedingen und befruchten.

 

Nachfolgend wird deutlich, wie unser schulisches Förderkonzept die Entwicklung dieser Kompetenzen unter einem systematischen Gesamtblick zusammenführt und die Förderungsmöglichkeiten vernetzt.

Tab. 1 Gemeinsame Wege in die individuelle Förderung

Das Konzept der helfenden Hände

Schüler helfen Schülern – ein Erfolgskonzept

Welche Vorteile bietet ein „von Schülern für Schüler“ – Konzept?

  • Wir trauen den Schülerinnen und Schülern etwas zu, sie erfahren Wertschätzung.
  • Schülerinnen und Schüler trauen sich selbst mehr zu. Auf diese Weise stärken sie ihr Selbstbewusstsein.
  • Lernhelfer können Erwartungen von Schülern erfüllen, welche der Lehrer aufgrund der Rollenwidersprüche oft nicht erfüllen kann.
  • Durch die Kooperation zwischen unseren Schülern verschiedener Altersgruppen wird eine positive Wirkung auf Konflikte zwischen den Schülergruppen ausgeübt. Es entstehen neue Gruppenbeziehungen. Dies führt zur Verbesserung unserer schulischen Sozialisation, die ein Transportmittel für Werte und Normen ist.
  • Die Lernhelfer werden auf ihre künftigen Erwachsenenrollen vorbereitet. (z. Bsp.: Pädagogisches Handeln, Teamarbeit etc.)
  • Die Lernhelfer lernen als Schüler die Lehrerkompetenzen und können diese selbst kreativ gestalten. Dadurch werden Einstellungen und Vorurteile von Schülern und Lehrern positiv verändert.
  • Durch ein Interaktionsnetz zwischen Schülern werden zentrale Ziele sozialen Lernens für viele unserer Schüler erreichbar. (Keine Angst, Gegenseitige Hilfe, Selbstständigkeit, Einschätzung der eigenen Fähigkeiten)

Lernhelfer lernen:

  • zuzuhören,
  • andere Schüler zu beraten,
  • Verantwortung zu übernehmen,
  • Autorität auszuüben,
  • Unterrichtsstunden mit zu organisieren,
  • Unterrichtsmaterial herzustellen und zu ordnen,
  • auf Fragen und Aufforderungen unterrichtszentriert zu reagieren,
  • mit anderen Schülern leistungsbezogen zu interagieren.

Jüngere Schüler lernen,

  • dass sie lernen
  • dass ein anderer Schüler sich intensiv um sie kümmert und sich für sie einsetzt,
  • dass ein Schüler sie belohnt und positiv interagiert,
  • ältere Schüler als Modell für verantwortungsvolles, leistungsbezogenes Handeln anzuerkennen,
  • zuzuhören,
  • auf Fragen zu antworten,
  • immer auf eigene Fragen Antwort zu erhalten,
  • selbst Fragen zu stellen.

Schüler helfen Schülern

Das Prinzip der helfenden Hände

Förderwerkstatt in der SRW

Individuelle Lernförderung durch qualifizierte und engagierte MitschülerInnen

Adressaten: SchülerInnen, die ihr Lernverhalten verbessern müssen
Lernhelfer: SchülerInnen der Jahrgänge 9-10
Förderwerkstatt: 1x wöchentlich in der 7. und 8. Stunde im Raum 324
Dauer: 6 – 8 Wochen
Einteilung Die Teilnehmer sind interessierte und schulseits eingeteilte Schülerinnen und Schüler
Betreuung: Frau Hania Kampa-Jansing

1. Grundgedanke der Förderwerkstatt

Im Rahmen der Förderwerkstatt werden jüngere SchülerInnen im Bereich des schulischen Lernens von älteren SchülerInnen, den Lernhelfern, individuell unterstützt, begleitet und beraten. Die Lernhelfer stärken die Fähigkeit der jüngeren Schüler, ihr Lernverhalten zunehmend selbständig zu gestalten und mit den eigenen Fähigkeiten reflektierter und effizienter umzugehen. Sie helfen ihnen, ihre Potentiale zu erkennen und zu entfalten und damit ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen und bessere Lernergebnisse zu erzielen. Die Förderwerkstatt unterscheidet sich vom Nachhilfeunterricht dadurch, dass die Vermittlung von Lerntechniken und Strategien der Lernorganisation im Vordergrund steht. Jeder Schüler, der in der Förderwerkstatt angemeldet ist, wird von einem Lernhelfer betreut, mit dem er sich einmal in der Woche in der 7. Und 8. Stunde in der Förderwerkstatt trifft.

2. Die Lernhelfer

Bei den Lernhelfern handelt es sich um engagierte SchülerInnen der Jahrgänge 9 und 10, die eine insgesamt 6- wöchige schulinterne Ausbildung absolviert haben.

3. Adressaten

Die Förderwerkstatt kann auch grundsätzlich freiwillig von jedem Schüler in Anspruch genommen werden, der seinen Lernerfolg verbessern möchte oder in ganz bestimmten schulischen Bereichen Schwierigkeiten hat. Der Förderbedarf der SchülerInnen wird innerhalb des Beratungssystems der Schule z.B. im Rahmen von „Einzelcoaching“ herausgearbeitet. Auf diesem Weg werden die SchülerInnen zu Teilnehmern der Förderwerkstatt.

4. Inhalte der Förderwerkstatt

Die Dauer der einzelnen Inhalte der Förderwerkstatt orientiert sich an den Bedürfnissen des einzelnen Schülers.

Folgende Bereiche werden erarbeitet:

  • Bestimmung des Lerntyps
  • Organisation des Arbeitsplatzes
  • Verwaltung der Hausaufgaben
  • Strategien zur Verbesserung der mündlichen Mitarbeit
  • Lerntechniken
  • Zeitmanagement
  • Vorbereitung auf Klassenarbeiten
  • Stärkung des Selbstvertrauens

5. Organisation

Die Förderwerkstatt beginnt ab der 7. Schulwoche. Sie findet jeweils in der 7. und 8. Stunde in einem eigens dafür eingerichtetem Raum statt. Jedem Schüler wird ein Lernhelfer zugeordnet, der ihn regelmäßig in einem Zeitraum von 6-8 Wochen betreut. Die Wochentage sind Montag und Mittwoch und entsprechen somit den Förderschienen der 9. und 10. Jahrgangsstufen. Die Treffen finden wöchentlich statt. Es gibt zusätzliche Kontrollmechanismen seitens der Lernhelfer, z.B. Kontrolle der Hausaufgabenhefte und der Mitteilungshefte.

6. Einteilung der SchülerInnen

Die Einteilung für die Förderwerkstatt erfolgt durch die Koordinatorin in Absprache mit den Lehrern des „Einzelcoaching“, den Klassen- und Fachlehrern, sowie den Eltern. Die Einteilung ist bindend.

7. Betreuung

Von zentraler Bedeutung ist die Durchführung eines 6-wöchigen Einführungsseminars durch die Leiterin der Förderwerkstatt Frau Hania Kampa-Jansing. Sie berät die Lernhelfer während der Sitzungen und tauscht sich mit ihnen in regelmäßigen Evaluationssitzungen aus.

Patenschaften in der Erprobungsstufe

Einen wichtigen Baustein innerhalb unseres sozialen Netzwerks bilden die Klassenpaten.
Für die Organisation der Patenschaften ist die SV zuständig (vgl. Kapitel IV 2.1. Mitwirkungsgremien). SchülerInnen der Kl. 9 übernehmen jeweils die Patenschaften für die neuen 5er Klassen und begleiten sie bis zum Ende der Erprobungsstufe.

Die Klassenpaten sollen dadurch lernen

  • Verantwortung für jüngere SchülerInnen zu übernehmen
  • „Hilfestellung“ bei der Eingliederung in die neue Schule zu leisten
  • Vertrauen zu vermitteln
  • Unternehmungen zu planen und zu organisieren
  • Autorität auszuüben

Die „Erprobungsschüler“ sollen lernen

  • dass ältere SchülerInnen Hilfe und Unterstützung bieten
  • Vertrauen zu haben und um Hilfe zu bitten
  • in der neuen Gemeinschaft Freude und Spaß zu erleben
  • respektvoll miteinander umzugehen

Beide Schülergruppen üben sich somit in den Kernbereichen unserer Werteorientierung. vgl. Kapitel I.1 Werteorientierung)

Die Medienscouts (Peer-to-Peer-Projekt)

Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat 2012 das Projekt „Medienscouts NRW“ erstmals NRW-weit und mit Unterstützung der Kreise und kreisfreien Städte durchgeführt. An einer dieser Qualifizierungsmaßnahmen haben im Schuljahr 13/14 zum ersten Mal acht unserer SchülerInnen teilgenommen. Im Rahmen des Pädagogischen Forums in Waltrop erhielten im Schuljahr 14/15 acht weitere  SchülerInnen, die Möglichkeit, in vier Workshops die Qualifizierung als Medienscouts zu erwerben.

Grundgedanke

Innerhalb unseres Konzepts der „Helfenden Hände“ – Schüler in Verantwortung übernehmen die Medienscouts den Part der Beratung bei medienbezogenen Fragen und Problemen, v.a. im Bereich der Jahrgangsstufe 5/6.  Mediennutzung ist für Kinder ganz selbstverständlich,  verläuft aber leider nicht immer konfliktfrei v.a. im Umgang mit sozialen Netzwerken und Internet &Co. Der Ansatz der „Peer-Education“ ist hierbei besonders hilfreich: Kinder und Jugendliche lernen lieber von Gleichaltrigen. Dieses Vorgehen ist vor allem darin begründet, dass Heranwachsende Gleichaltrige als wichtigste Gesprächspartner ansehen. Diese wiederum können aufgrund eines ähnlichen Mediennutzungsverhaltens zielgruppenadäquat aufklären.

 

 Aufgaben

Nach Vorstellungsrunden übernehmen unsere Medienscouts  z. B. “Sprechstunden“ in den großen Pausen, führen Beratungsgespräche durch, entwickeln in Unterrichtsstunden mit den Klassen WhatsApp – Regeln oder geben Snapchat-Tipps.

Der Schulsanitätsdienst

Ein guter Schulsanitätsdienst gewährleistet für jede Schule eine gute Grundversorgung der Ersten Hilfe.

Seit dem Schuljahr 2014/15 gibt es an unserer Schule einen Schulsanitätsdienst (SSD), welcher von Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich durchgeführt wird. Wir kooperieren dabei mit dem Deutschen Roten Kreuz.

 

Aufgaben und Organisation

Die Schülerinnen und Schüler leisten in den Pausen oder bei Veranstaltungen Erste Hilfe. Dafür steht ein extra eingerichteter Erste-Hilfe-Raum mit Liege und dem benötigten Erste-Hilfe-Material zur Verfügung. Ob es sich um eine Schürfwunde, Bauchschmerzen oder Nasenbluten handelt – die Ersthelfer können sachgerecht helfen. Dazu haben die Schülerinnen und Schüler zunächst ein Schulhalbjahr lang eine Ausbildung in Erster Hilfe in Form einer AG absolviert. Auch nach dem Abschluss der Grundausbildung bilden sie sich kontinuierlich weiter und treffen sich alle zwei Wochen, um ihre Kenntnisse zu erweitern und Erste-Hilfe-Situationen zu üben.

Damit diese Erste Hilfe möglich ist, haben SSD-Teams während der Schulzeit Einsatzbereitschaft. Je nach Absprache werden sie entsprechend dem Dienstplan alarmiert und leisten dann am Ort des Geschehens oder im Sani – Raum Erste Hilfe.

Zurzeit haben wir neun Schulsanitäterinnen aus der neunten Klasse. Sechs weitere Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 8 haben ihre Ersthelfer-Ausbildung abgeschlossen und werden den Schulsanitätsdienst demnächst verstärken. Für die Zukunft ist geplant, dass jährlich jeweils in der Jahrgangsstufe 8neue Ersthelfer ausgebildet werden, sodass die Nachhaltigkeit des Projekts „Schulsanitätsdienst“ gesichert ist.

Grundanliegen

Die Schulsanitäter haben sich dazu bereit erklärt, im Umfeld Schule anderen Mitschülern oder den Lehrkräften in kleineren oder größeren Notsituationen sichere und schnelle Erste Hilfe zu leisten. Mit dem Engagement im Bereich „Erste Hilfe / Schulsanitätsdienst“ entwickeln Schülerinnen und Schüler ein großes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Der Einsatz im SSD ist dabei immer Teamarbeit; die Schülerinnen und Schüler lernen, sich mit anderen abzustimmen, sich gegenseitig zu ergänzen und zu unterstützen. Schüler stärken im SSD ihre eigenen sozialen Kompetenzen und ihre Führungsverantwortung.

Aufgaben

Erste Hilfeleistungen in der Schule

  • Notfallsituationen erkennen und einschätzen
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden und Verletzte betreuen
  • bei Bedarf lebensrettende Sofortmaßnahmen leisten und den Rettungsdienst alarmieren

Betreuung

  • die Erkrankten / Verletzten an den Rettungsdienst bzw. den Arzt übergeben
  • den Einsatz dokumentieren

Bereitschaftsdienste während der Schulzeit

Einsatz / Betreuung bei Schul- und Sonderveranstaltungen

  •     Schulfest
  •     Wandertag
  •     Sportveranstaltungen u. v. m.

Kontrolle der Erste-Hilfe-Einrichtungen in der Schule

  •      Betreuung des Sanitätsraumes
  •     Verwaltung des Sanitätsmaterials der Schule

 Pausenhelfer

In diesem Schuljahr 2010/11 war der Wunsch der SchülerInnen der Klasse 9, sich als Klassenpaten in unserem sozialen Netzwerk („Helfende Hände“) zu engagieren so groß, dass wir (die SV) nicht alle einbinden konnten. Aus dieser „Not“ heraus wurde der Gedanke von „Pausenhelfern“ geboren. Diese Helfer sollen die aufsichtführenden Lehrer unterstützen und Ansprechpartner v.a. für die jüngeren SchülerInnen mit all ihren kleinen Sorgen und Nöten sein.

Bei dieser Tätigkeit lernen die SchülerInnen

  • Selbstvertrauen zu entwickeln
  • Verantwortung zu übernehmen
  • Autorität auszuüben
  • Konfliktsituationen zu erkennen, zu bewältigen (gegebenenfalls mit Unterstützung durch aufsichtführende Lehrer)
  • das „Pausenklima“ zu verbessern

Die Schüler der Kl 5/6 erfahren, dass

  • ältere SchülerInnen sich um sie kümmern
  • diese SchülerInnen jederzeit ansprechbar sind, zusätzlich zu den Lehrern
  • ihnen bei Problemen und Fragen geholfen wird

Bei den Pausenhelfern handelt es sich um SchülerInnen der Kl. 9, die sich v.a. im Spielbereich der jüngeren Schüler und/oder im Eingangsbereich der Wichernschule in den zwei großen Pausen aufhalten. In einer Einübungsphase werden sie von den SV-Lehrern begleitet. Die Teams bestehen aus 2 bis 4 Schülern, die an ihren Namensschildern für alle SchülerInnen leicht erkennbar sind. Jedes Team ist für einen Tag in der Woche zuständig.

Sporthelfer in der SRW

1. Grundgedanke der Sporthelfer

Viele SchülerInnen haben zu wenig Bewegung. Sie sitzen den größten Teil des Vormittags auf ihren Stühlen in der Klasse, sitzen anschließend bei ihren Hausaufgaben und danach vor dem Computer oder Fernseher. Nicht jeder Schüler möchte Sport in einem Verein betreiben. Daher bietet die SRW die Möglichkeit, an einer durch ältere SchülerInnen geleiteten dritten Pause oder an einem sportlichen Nachmittagsangebot teilzunehmen.
Jeder ist dabei willkommen, sowohl die sportlichen, als auch diejenigen Schüler, die mit Sport ansonsten weniger anfangen können. In diesen Sportangeboten gibt es keine Zensuren, keinen Leistungsvergleich, sondern nur Spaß miteinander beim Sport.

2. Die Sporthelfer

Bei den Sporthelfern handelt es sich um engagierte SchülerInnen der Jahrgänge 9 und 10, die eine 6-monatige schulinterne Ausbildung absolviert haben.

3. Ausbildung

Die Ausbildung erstreckt sich über 6 Monate. Hierin enthalten sind wöchentliche Treffen zu praktischen und theoretischen Themen, ein Wochenende in einer Sportschule und ein Kurs zur Erlangung des Erste – Hilfe – Scheins.

4. Adressaten

Teilnehmen an den Sportangeboten kann jeder Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6. Die Teilnahme ist freiwillig und nicht wie in einem Verein bindend. Jedoch sorgt eine regelmäßige Teilnahme selbstverständlich für ein besseres Miteinander und eine Stärkung der Gemeinschaft.

5. Inhalte der Angebote

Die Sporthelfer richten sich in ihrem Angebot vorwiegend nach den Wünschen der Teilnehmer. Ihre breit angelegte Ausbildung sorgt dafür, dass sie aus sehr vielen sportlichen Bereichen etwas anbieten können.
Folgende Auflistung soll nur als Beispiel dienen und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Kleine Spiele (Fangspiele, Laufspiele)
  • Ballspiele jeder Art
  • Turnen
  • Frisbee
  • Tanzen
  • Spielerisches Training zur Verbesserung von Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit

6. Organisation

Die Angebote beginnen ab der zweiten Schulwoche. Sie finden in der dritten Pause bzw. in der 7. und 8. Stunde statt.

7. Betreuung

Die Betreuung findet durch Herrn Mesanovic statt. Er bildet die Sporthelfer während der sechs Monate aus und steht ihnen ebenso während ihrer Tätigkeit beratend zur Seite.

Klassenrat

Der Klassenrat ist der Ort, an dem Konflikte in Zusammenarbeit aller Beteiligten gelöst werden können. SchülerInnen erfahren hier Hilfe in Situationen, in denen man als einzelner nicht weiterkommt. Gemeinschaftlich lernen SchülerInnen sich über Fragen des Schullebens zu einigen und ihren Schulalltag verantwortlich mitzugestalten, mit dem Ziel Selbstwirksamkeit zu erfahren. Auf diese Weise werden wichtigen Kernkompetenzen wie Problemlösen, Konfliktfähigkeit, konstruktives Kommunizieren, Partizipation am Schulleben, Leiten von Diskussionen, Präsentieren und Protokollieren von Ergebnissen vermittelt.

Durch Akzeptanz der einzelnen Anliegen und Anliegen Einzelner, Respekt vor einander, Beherrschen von Gesprächs- und Prozessregeln sowie demokratisches Handeln wird das Klassen- und Lernklima aber auch die Persönlichkeitsentwicklung positiv beeinflusst. Das gelingt allerdings nur, wenn der Klassenrat nicht als „irgendein Klassengespräch“, sondern als anspruchsvolle Einrichtung verstanden wird, bei dem strukturelle Elemente wie Regelmäßigkeit, feste Terminierung, ritualisierter Ablauf, Spielregeln und der partizipative Ansatz ernst genommen und eingehalten werden.

Regeln für den Klassenrat

  • Die SchülerInnen und der Lehrer sitzen im Stuhlkreis, damit jeder jeden sehen kann.
  • Keiner nimmt einen Gegenstand mit.
  • Der Lehrer ist Mitglied des Klassenrats mit gleichen Rechten und Pflichten. (Ausnahme: Er achtet mit dem GesprächsleiterIn auf die Einhaltung der Klassenrat-Regeln und greift ein, falls die Klasse sehr unruhig wird.)
  • Im Klassenratsbuch werden Lösungsvorschläge und Beschlüsse festgehalten.
  • Die Tagesordnungspunkte werden auf einer Liste gesammelt. Sie hängt im Klassenzimmer. Alle Schüler und Lehrer haben das Recht, einen Punkt auf die Liste zu setzen.
  • Es gibt drei Ämter, die von wechselnden (= jeder kommt im Verlauf des Schuljahres mal dran!) Freiwilligen besetzt werden:
    • Gesprächsleiter, der dafür sorgt, dass der Ablauf des Klassenrats eingehalten wird,
    • Protokollant, der die Lösungsvorschläge und Beschlüsse aufschreibt
    • Zeitwächter.

Ablauf des Klassenrats

  • Der Gesprächsleiter eröffnet den Klassenrat:
    • Hiermit eröffne ich den heutigen Klassenrat.
    • Wir beginnen mit der Anerkennungsrunde.
    • Was habt ihr in eurer Klasse beobachtet, was euch gut gefallen hat? (Rechts vom Vorsitz beginnend kann jeder Schüler jemandem aus der Klasse etwas Positives mitteilen. Wer nichts sagen möchte, wendet sich seinem rechten Nachbarn zu und sagt: „Ich gebe weiter“.
  • Der Gesprächsleiter liest den ersten Punkt auf der Themenliste vor.
  • Der Gesprächsleiter bittet dann den Schüler, der den Punkt auf die Themenliste gesetzt hat, den Inhalt zu erläutern:
    • Erkläre, was du damit meinst!
    • Wer hat sonst noch etwas dazu zu sagen?
  • Handelt es sich um ein Problem mit einem Lehrer oder Mitschüler: siehe Rückseite!
  • Sobald klar ist um was es geht, werden der Reihe nach Lösungsvorschläge gesammelt.
    • Wir sammeln jetzt Lösungsvorschläge.
  • Jeder Lösungsvorschlag wird in das Protokoll aufgenommen.
    • Ergibt die erste Runde nicht genügend Lösungsideen, ruft der Vorsitzende zu einer zweiten Lösungsrunde auf.
  • Nachdem die Klasse Lösungsvorschläge gesammelt hat, werden sie vom Gesprächsleiter vorgelesen und dann zur Abstimmung gebracht.
    • Wir kommen jetzt zur Abstimmung.
    • Wer ist für Lösungsvorschlag 1? (usw.)
  • Das Abstimmungsergebnis wird hinter jedem Lösungsvorschlag notiert.
  • Der Lösungsvorschlag mit den meisten Stimmen wird bis zum nächsten Klassenrat umgesetzt.
  • Sind einzelne Personen benannt, die z.B. bei einer Wiedergutmachung eine Aufgabe erhalten, werden sie vom Gesprächsleiter gefragt:
    • Nimmst du den Vorschlag an? Wann fuhrst du ihn durch?
    • Lehnen diese den Vorschlag ab, wird der mit der nächst niedrigeren Stimmenzahl gewählt. Falls auch der abgelehnt wird, gibt es keine weitere Abstimmung und das Thema wird als erstes beim nächsten Klassenrat neu verhandelt.
  • Der Protokollant notiert die gefundene Lösung.
  • Zu Beginn des nächsten Klassenrats wird überprüft, ob sich mit Hilfe des Lösungsvorschlags das Thema erledigt hat.
    • Ist dies nicht der Fall, wird das Thema erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Können an einem Klassenrat nicht alle Tagesordnungspunkte behandelt werden, werden die restlichen Punkte als erste beim nächsten Klassenrat auf die Liste gesetzt.
  • Der Gesprächsleiter beendet den Klassenrat.
    • Ich beende den Klassenrat. Wir haben folgende Beschlüsse gefasst.