Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung und Evaluation

Unsere Qualitätsdefinition in all unseren schulischen Handlungsfeldern orientiert sich  an der Dokumentation „guter Schule“ im Referenzrahmen Schulqualität NRW.

Unser Begriff von Qualitätssicherung ist prozesshaft angelegt. Die Initiierung, Leitung und Organisation dieses Prozesses der ständigen Qualitätssicherung ist Aufgabe aller an Schule beteiligten Gruppen und Mitwirkungsgremien.

Maßnahmen der Qualitätssicherung und der Qualitätsentwicklung innerhalb der Unterrichtsentwicklung und Organisationsentwicklung werden von Schulleitung und Steuergruppen sowie Begleitgruppen (vgl. Teil 2 / Kapitel I) vorbereitet und im Team in die Lehrerkonferenz getragen, bevor sie unter Beteiligung aller Gremien umgesetzt werden.

Alle zwei Jahre formulieren wir innerhalb unserer Schulentwicklungsplanung Entwicklungsziele (vgl. Teil 2 / Kapitel V), und setzen diese konsequent um.

Jeder Teil des vorliegenden Schulprogramms ist in seiner Abbildung als Merkmal von Schulqualität zu sehen, wobei sich die einzelnen Teile wechselseitig bedingen. Das gelebte Schulprogramm ist für uns ein zentrales Bezugsdokument für Qualitätssicherung.

1 Unterricht im Fokus

Die zentrale Aufgabe unserer Schulentwicklung ist die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität des Lehrens und Lernens im Unterricht als Kernstück unserer Schule. Hier stellen Richtlinien und Kernlehrpläne / Lehrpläne ein grundlegendes Mittel zur Qualitätssicherung dar und formulieren klare Standards und Kompetenzerwartungen. Gemeinsame Beratung über die Gestaltung, Analyse und Bewertung des Unterrichts, steter Austausch über Lernergebnisse, Leistungsanforderungen und Beurteilungsmaßstäbe fördern die qualitative Weiterentwicklung. Dies geschieht durch ständigen Austausch in Fachkonferenzen, Arbeitsteams, Lehrerkonferenzen.

Für die Schülerinnen und Schüler ist von Bedeutung, dass die Transparenz der Leistungsprozesse und die Rückmeldung über Erfolg und Leistungsgrad schulischer Aktivitäten zusammengehören und dass Leistungs- und Lernsituation getrennt werden.

Ein Merkmal unserer Realschule ist die nachhaltige Sicherung von Ergebnissen durch die konsequente Vernetzung von Inhalten und Kompetenzen innerhalb des Fachunterrichts und durch die Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Fächern, in fächerübergreifenden gemeinsamen Vorhaben.

2 Feedback und Beratung

Entwicklungsziel hierzu für die Schuljahre 2017/18 und 2018/19: „Wir binden unsere Schüler und Schülerinnen systematischer in Lernentwicklungs- und Leistungsrückmeldungen ein, indem wir ihre Verantwortung für den eigenen Lernprozess sowie Unterrichtsfeedbacks durch Schüler fördern.“

Um qualifizierte Rückmeldungen unserer Schülerinnen und Schüler zum erteilten Unterricht zu erhalten, werden von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern mindestens einmal pro Schuljahr Unterrichtsfeedbacks eingeholt. Dazu haben wir in einen „Instrumentenkoffer“ entwickelt, der verschiedene Evaluationsinstrumente enthält. Durch die Nutzung der Moodle-Plattform ab dem Schuljahr 2017/18 lassen sich Schülerfeedbacks zeitökonomischer auswerten. Auch das Instrument SEFU ist digital Teil des Instrumentenkoffers.

Die Lernenden werden so als Beteiligte und Akteure ernst genommen und wertgeschätzt, sie werden in ihrem verantwortlichen Handeln und in der Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung und Teilhabe gefördert.

Das Feedback der Lehrkräfte spielt insbesondere hinsichtlich einer individualisierten Lernberatung für Schülerinnen und Schüler eine wesentliche Rolle und wird zu einer bedeutsamen Einflussgröße für den Lernerfolg. Es liefert den Schülerinnen und Schülern wichtige Informationen über ihren Lern- und Leistungsstand sowie über ihre personalen und sozialen Fähigkeiten.

Die Aufgabe der Auswahl entsprechender Feedbackverfahren und Instrumente gehört zum derzeitigen Entwicklungszyklus.

Die stufenweise Weiterentwicklung des aktivierten und selbstgesteuerten Lernens – auch durch ILZ, OLE Eva und Lernentwicklungsgespräche in Klasse 5/6 sowie Moodle und OLE+ in Klasse 7/8 – ist ein zentrales Anliegen der derzeitigen Unterrichtsentwicklungsziele der Schule (vgl. Teil 2, Kapitel V). Möglichkeiten der Selbsteinschätzung und Reflexion des eigenen Lernprozesses,  können für Schülerinnen und Schüler zum Ausgangspunkt für eine Lernreflexion werden, um die eigenen Lernfortschritte und -schwierigkeiten – gerade mit Blick auf zunehmende Selbstständigkeit und Selbstregulation des eigenen Lernens – in den Fokus zu rücken.

3 Individuelle Förderung

Die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule haben ein ausgefeiltes Konzept zur individuellen Förderung entwickelt, (vgl. Teil 1 /  Kapitel I und II.1).

4 Lernstandserhebungen / Zentrale Prüfungen

Zentral gestellte Aufgaben messen den Erfolg der eigenen Arbeit an curricular vorgegebenen Standards und überprüfen die langfristig erworbenen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.

Diese Verfahren der externen Qualitätsüberprüfung  stellen uns als Schule wichtige Vergleichswerte zur Verfügung, anhand derer wir eine schulübergreifende Standortbestimmung der erreichten Leistungen vornehmen können und den direkten Vergleich mit der Schulform erhalten. Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen geben uns Hinweise auf den möglichen Förderbedarf einiger Lerngruppen und sind damit auch ein Bezugsdokument für die zielorientierte Weiterentwicklung des Unterrichts.

Die Zentralen Prüfungen Klasse 10 geben Aufschluss über erreichte Niveaus innerhalb des Abschlussprofils unserer Schülerinnen und Schüler und wirken somit standardsichernd und transparenzfördernd.  Wir als Schule bekommen Rückmeldung über die Verteilung der Vornoten, Prüfungsnoten und Abschlussnoten sowie über die Prüfungsergebnisse im Vergleich zu anderen Realschulen.

Bei den zentralen Prüfungen zeigen unsere Schüler vor allem in Deutsch deutlich bessere Leistungen als die Vergleichsgruppe des Landes (34,3% Noten 1 und 2, im Landesvergleich 25,3%). Auch in den Fächern Mathematik und Englisch liegen die Leistungsbereiche der Notenstufen 1 und 2 über dem Landesschnitt.

 

Jahr Ø SRW Ø NRW
  D M E D M E
2015 2,9 3,5 3,1 3,1 3,5 3,1
2016 2,8 3,2 3,4 3,1 3,6 3,4
2017 3,0 2,9 3,0 3,1 3,8 3,3

Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen  2017 in den Fächern zeigen ebenfalls ein hohes Niveau der Prüfungsleistungen in der Realschule Waltrop an 1: Niveaustufen 5 (links) und 4 (rechts) im Vergleich Land NRW und SRW

Deutsch SRW Deutsch NRW
Lesen Hören Lesen Hören
4 % 3 % 3% 2 %
Englisch SRW Englisch NRW
Lesen Hören Lesen Hören
4% 4% 1% 2%
Mathe SRW Mathe NRW
10% 4 %

 

Lesen Hören Lesen Hören
25% 28% 23% 20%
Englisch SRW Englisch NRW
Lesen Hören Lesen Hören
23% 31% 9 % 18%
Mathe SRW Mathe NRW
24 % 10 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt zeigen die Ergebnisse in den ZP und den Lernstandserhebungen, dass die individuelle Förderung in der Realschule Waltrop erfolgreich ist. Dies ist vor allen Dingen zurück zu führen auf unser umfangreiches Förderprogramm, das Maßnahmen zur äußeren und inneren Differenzierung aufweist.

Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen und zentralen Prüfungen werden in allen schulischen Gremien offen gelegt und können bei der Schulleitung eingesehen werden.

5 Lehrerfortbildung

Um Unterricht den ständigen Veränderungen der Schülerschaft und sich ändernden gesellschaftlichen Bedingungen anzugleichen, bedarf es der Erhaltung, Aktualisierung, Verbesserung und Erweiterung der bestehenden Qualifikationen und Kompetenzen der Lehrer dieser Schule.

Fortbildungskonzept vgl. Teil 2, Kapitel VI.