Fächerübergreifender Unterricht

Auf der Grundlage der Richtlinien für die Realschule sollen Lernprozesse so gestaltet werden, dass Fachunterricht und fächerübergreifende Formen des Unterrichts sich ergänzen. Bei aller Priorität fachlicher Aussagen bedarf es der Ergänzung um fächerverbindende Vorhaben.

Beim fächerübergreifenden Arbeiten wird – ausgehend von einem Aufgabenfeld, Projekt oder auch Einzelthema – die Perspektive des einzelnen Faches zugunsten einer ganzheitlichen Perspektive überwunden, die die Inhalte nicht fächerspezifisch neben- oder nacheinander, sondern in ihren unterschiedlichen Aspekten vernetzt sieht. Die Schüler entdecken Wege und lernen Arbeitsformen kennen, die zu einer Vernetzung unterschiedlicher Lernerkenntnisse und zu einer Übertragbarkeit von Ergebnissen führen.

Denn nur wer den Blick für das Ganze hat, wird auch das Ganze erkennen.

Fächerübergreifender Unterricht kann sicherlich nicht allein das optimale Verfahren zur Erreichung aufgestellter Lernziele sein, das systematische Lernen im fachbezogenen Unterricht ist unabdingbar. In gegenseitiger Ergänzung mit dem traditionellen Fachunterricht bietet er aber Gelegenheit zur Anpassung an gesellschaftliche Gegebenheiten und Erfordernisse. Die Bedeutung einer Problemstellung wird häufig erst durch fächerübergreifende Problematisierungen aus dem Blickwinkel verschiedener Wissenschaften deutlich, dem Schüler muss die Übertragbarkeit fachlicher Unterrichtsergebnisse auf aktuelle Fragestellungen bewusst gemacht werden.

Allgemeine Ziele und Aufgaben

  • Bewältigung von Lebensproblemen
  • Vermeidung von Dopplungen
  • Förderung von Kooperation und Koordination
  • Überwindung von Fachgrenzen
  • Ganzheitliche Betrachtungsweise
  • Lernen in Bedeutungszusammenhängen
  • Vernetzung von Kenntnissen
  • Erschließen der Lebenswirklichkeit

Fächerübergreifendes Arbeiten an sich ist kein neuer Begriff, diese Arbeitsform wird vielmehr im Alltag der Realschularbeit immer schon praktiziert. Es geht bei Fächerkoordination nicht um eine ständige Organisation von „Großvorhaben“, sondern fächerübergreifendes Lernen findet überall „im Kleinen“ statt, z. B. entstehend aus der natürlichen Bündelung verschiedener Fächer, die in einer Lehrerhand liegen. Hier findet naturgemäß ganz automatisch vielfältige Vernetzung von Unterrichtsinhalten statt.

Denkbar sind auch weitere Organisationsformen:

  • eine Lehrkraft behandelt in ihrem Fach ein Thema und berücksichtigt Inhalte/Methoden anderer Fächer.
  • eine Lehrkraft behandelt in ihren Fächern ein Thema, andere Fachkollegen arbeiten inhaltlich zu.
  • Lehrkräfte behandeln in inhaltlicher und zeitlicher Absprache ein Thema in ihren Fächern.
  • Lehrkräfte behandeln inhaltlich und zeitlich gemeinsam ein Thema.

Der fächerübergreifende Unterricht ist durchgängiges Prinzip und in den jeweiligen Fachlehrplänen verankert.

Besondere Tätigkeitsfelder darüber hinaus

  • Europacurriculum in allen Fächern
  • Jahresprojekt SORSMC
  • jährliches Projekt EUROPATAGE im Mai
  • Buchwoche Klasse 6
  • Curriculum KAoA in allen Fächern
  • Projektwochen „Streifzug durch Europa“