Evaluation

Bei schulischer Auswertung von Qualitätsentwicklung werden die Schulen zunehmend verpflichtet, auf Instrumente der Evaluation als Elemente der qualitätsorientierten Selbststeuerung der Schule zu setzen.

Unter Evaluation versteht man die Sammlung, Verarbeitung und Interpretation von Informationen über schulische Arbeit. Sie hat das Ziel, zu gesicherten Beschreibungen zu kommen, eine Grundlage für Selbstreflexion zu legen, Bewertungen nach klaren Kriterien durchzuführen und Entscheidungen über die Weiterentwicklung schulischer Arbeit zu treffen. Evaluation darf keinen Selbstzweck haben, sie muss inhaltlichen Konsequenzen haben und damit zu Schulentwicklung führen.

Hierbei können verschiedene Verfahren (z. B. interne, externe Evaluation) und verschiedene Methoden (z. B. Fragebögen, Interviews, Beobachtung, schriftlichen Befragung) Anwendung finden, die sich auf verschiedene  Zielgruppen konzentrieren (z. B. Schülerschaft, Lehrkräfte, Eltern, weiterführende Schulen, Arbeitgeber). Evaluation kann sich grundsätzlich auf die Gesamtheit der schulischen Arbeit und damit auf alle schulischen Arbeitsfelder richten.

Beispiele für erfolgte Evaluationen in den letzten drei Jahren:

Externe Evaluationen

– Qualitätsprüfung unseres Gesamtkonzepts als Europaschule durch das MSW im Jahr 2017. Rezertifizierung als Europaschule für weitere 5 Jahre.

– Evaluation unserer Unterrichtsqualität und Projektarbeit durch Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben, Auszeichnungen und erste Plätze sowohl auf Bundes- als auch Landesebene (vgl. Teil I, Kapitel II).

– Jährliche Auswertung der Ergebnisse des Mathematikunterrichts der Klassen 5, 6, 7 in den Jahren 2015, 2016, 2017 durch Beteiligung an der Qualtätsstudie „Mathe sicher können“ der Uni Kiel

– IST-Analyse unserer Qualitätsentwicklung im Übergang Grundschule/weiterführende Schule durch Teilnahme am Landesprogramm „EducationY“.

– Begleitung und Evaluationsberatung durch einen Schulentwicklungsberater.

Interne Evaluationen

– Evaluation neues Unterrichtsstrukturmodell Klasse 5/6 durch Schüler- Eltern-Lehrerabfrage am Ende des Schuljahres 2015/16.Danach erste Nachsteuerung

– Engmaschige Teamsitzungen der in Klasse 5/6 in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik unterrichtenden Lehrer als Instrument der Evaluation, begleitet durch einen Schulberater.       Nachfolgend Aufbau eines „Zirkels der Nachsteuerung“ unter Einbezug des Gesamtkollegiums und der Mitwirkungsgremien.

– Feedback und Lernberatung durch Einführung von Lernentwicklungsgesprächen und Logbüchern Klasse 5/6, nun Fortentwicklung in Klasse 7/8.

– Einholung von Schülerfeedback zum Unterricht durch den Instrumentenkoffer, erfolgt jedoch noch nicht durchgehend.

– Entwicklung von Coachingbögen zur Lernberatung für die Doppeljahrgangsstufen.

-Halbjährliche Auswertung der Ergebnisse im Intensivcoaching TEAM 7 und TEAM 8 durch Fragebögen, Nachsteuerung des Programms.

– Schriftliche Umfragen zu partizipativen Schüleranliegen innerhalb der SV-Arbeit, Auswertung und Konsequenzen, z. B. im Bereich der bewegten Pause, der Schulhofgestaltung, der Toilettenfrage, des Bistro.

– Interne Nacherhebung durch eigene Fragebögen zu Teilbereichen der COPSOQ-Studie in 2014.

Geplante Evaluationen im Entwicklungszyklus der Schuljahre 2017/18 und 2018/19, vgl. auch Teil II, Kapitel V

– Zu allen vier aktuellen Entwicklungszielen: Regelmäßige, prozessorientierte Auswertung und Nachsteuerung der Indikatoren zur Zielerreichung und Maßnahmen in der Schule

-Erste Auswertung Moodle in Klasse 7 am Ende des Schuljahres 2018/19

– Erste Auswertung der Arbeit mit OLE+ am Ende des Schuljahres 2018/19

– Erneute Evaluation des Unterrichtsstrukturmodells Klasse 5/6

-Auswertung neues Medienkonzept für die Klassen 5 bis 8 am Ende des Schuljahres 2018/19